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DIE Unterschrift

Gestern habe ich meinen Namen unter den tollsten Autorenvertrag gesetzt, den ich je hatte. Daran möchte ich euch teilhaben lassen:

Traumvertragsunterschrift

Ich darf tatsächlich einen SF-Roman mit einer vierstelligen Startauflage und anständigem Honorar in einem anderen als einem Szeneverlag veröffentlichen.

Das kam alles etwas plötzlich und hat meine Zeitplanung etwas durcheinander gebracht, denn der Roman erscheint schon im Frühjahrsprogramm 2020 und muss folglich bis September fertig sein. Auf jeden Fall gibt es dadurch eine Planänderung, ich schreibe also nicht als nächstes einen weiteren Achtziger-Retro-Roman, sondern – nun ja, satirische Nahzukunfts-SF. Das kann ich eh am besten und macht mir am meisten Spaß. Und wenn’s dann auch noch ein paar tausend Leute kaufen, bin ich der zufriedenste SF-Autor meines Lebens.

Details verrate ich in Kürze.

SchrottT ist wieder da

Jetzt wieder überall als E-Book zu haben: “SchrottT”, der, ähm, lustige Nahzukunftsroman, in dem die Bundesregierung den Haushalt saniert, indem sie das Recht, die Polizeigewalt auszuüben, pro Bundesland versteigert. An den Vatikan, die Mafia, die Nigeria-Connection …
Die Neuausgabe des Buchs kommt ohne Verlag klar und kostet daher nur 4,99, wovon der größte Teil direkt in meine Tasche fließt. Macht mich, äh, reich!


https://www.bookrix.de/_ebook-uwe-post-schrottt/

Mehr zu SchrottT gibt’s hier.

E-Book-Neuausgabe “Walpar Tonnraffir und der Zeigefinger Gottes”

Jetzt (wieder) überall als E-Book zu haben, sogar in Online-Leihbibliotheken: Mein mit dem Deutschen Science Fiction Preis und dem Kurd-Laßwitz-Preis ausgezeichneter Roman “Walpar Tonnraffir und der Zeigefinger Gottes”.

Nachdem die Druckausgabe längst vergriffen ist, und der Verlag das Buch digital nur noch via Kindle anbieten wollte, habe ich mir die Rechte zurückgeholt und vermarkte die Neuausgabe selbst.

Dasselbe wird in absehbarer Zeit auch noch mit “SchrottT” und “Symbiose” (meinem ersten SF-Roman) passieren. Letzterer wird dafür sogar übarbeitet und erhält ein komplett neues Ende.

Ankündigung elektrischer Neuausgaben

Einige meiner älteren Romane, die beim Atlantis-Verlag erschienen sind, sind in gedruckter Form vergriffen und nur noch digital erhältlich – und zwar aufgrund von Problemen mit einem Dienstleister leider nur noch im Kindle-Format (also bei Amazon). Laut EU-Richtlinie Nr. 34786565 sind Monopole aber doof. (Hm? Was? Wie kommt ihr darauf, dass ich diese Richtlinie gerade erfunden habe?)

Daher habe ich mir die nötigen Rechte zurückgeholt und werde die fraglichen Romane in nächster Zeit in Eigenregie über bookrix (wo es auch schon andere meiner E-Books gibt) als E-Books in allen wichtigen Shops für alle Reader neu herausbringen. Bei der Gelegenheit wird es die eine oder andere kleinere Überarbeitung geben. Dies betrifft folgende Bücher (in der geplanten Reihenfolge):

Walpar Tonnraffir und der Zeigefinger Gottes
  (2011 Deutscher SF-Preis und Kurd-Laßwitz-Preis)

SchrottT
(2013 Platz 2 beim Deutschen SF-Preis 2013, Platz 3 beim KLP)

Symbiose
(2010 Platz 2 beim Deutschen SF-Preis)

Sterne in Asche
(2014 Nominiert für den Kurd-Laßwitz-Preis )

Ich verkünde natürlich jede Neuausgabe einzeln, sobald es soweit ist.

Buchprojekt: Mathe für MINT

dav

Der Vertrag ist unterschrieben, daher darf ich jetzt verraten, dass mein nächstes Buch ein Mathe-Lehrbuch wird – für Studienanfänger in MINT-Fächern. Und für alle, die den Spaß an der Mathematik wiederentdecken wollen, denn es wird natürlich ein sehr lustiges Buch. Mit Übungsaufgaben voller Aliens und Pizza. Erscheinungstermin: Spätsommer 2019.

Fundstücke (Ausgabe Februar ’19)

Natürlich völlig anonymisiert und verfremdet präsentiere ich mal wieder einige aktuelle Fundstücke aus meiner Tätigkeit als gefürchteter Softwarequälitäts-Ganzgenauhinschauerundbesserwisser. Manchmal läuft einem ein Schauer über den Rücken, wenn man den Kontext kennt, aus dem der fragliche Code stammt (den ich freilich nicht verraten darf, weil ich meterlange Verschwiegenheitserklärungen unterschrieben habe). Funktioniert diese Software wirklich genau so, wie sie soll? Und wenn ja: Wie lange noch?

package com.companyname.classesToDeleteWhenUsingJava6;
// TODO delete as soon as Java 1.6 available

Java 1.6, auch bekannt als 6.0, erschien Ende 2006, also vor 13 Jahren.

Nun ja, es hat sich wohl noch nicht überall herumgesprochen, dass Code auch nach Inbetriebnahme gewisser Pflege bedarf. Nur einer der Gründe, wieso Softwarekosten häufig zu niedrig angesetzt werden.

////// ????? ask norbert

Ja, über lustige Kommentare und deren (Un)Zulässigkeit kann man trefflich streiten. Nicht streiten kann man über TODOs, die nicht einmal als solche gekennzeichnet sind. Wenn hier tatsächlich fachlicher Klärungsbedarf besteht oder bestand, dann gehört die eigentliche Frage (die hier zudem nicht einmal hier steht!) nicht in den Code, wo sie ganz offensichtlich in Vergessenheit geriet, sondern in eine Mail an Norbert, in ein Ticket oder von mir aus auf ein Post-it, obwohl die den Nachteil haben, beim Durchlüften verloren zu gehen, und die positive Wirkung von Frischluft aufs Denkvermögen sollte man nicht unterschätzen. The answer my friend is blowing in the wind. But not in the code.

Hier mal kein Codebeispiel, sondern eine Auswirkung: Der direkte Weg in die Programmiererhölle, sogar im wahrsten Sinne des Wortes. Wer auch immer da bei Spotify (oder bei einem Musikverlag, von dem die Daten ursprünglich stammen) eine Art Metadaten-Migration von “V2 to V3” implementiert hat: Er hat irgendeinen Spezialfall nicht berücksichtigt, so dass beim Copyright dieses Albums ein unsinniger Default-Wert (“Default-C Credit”) eingesetzt wurde. Metadaten-Fehler sind auf den ersten Blick harmlos, weil an sie meist keine kritische Geschäftslogik geknüpft ist. Aus leidvoller Erfahrung mit dem Thema Musik-Metadaten kann ich jedoch verraten: Obacht! Es kann passieren, dass durch ähnliche Fehler ein Titel gar nicht erst in einem Suchindex landet und folglich nicht auffindbar ist. Bei einigen Songs für die Nicht-Hörer sicher verschmerzbar, nicht aber für den Künstler. Jedenfalls ein Fehler, der nicht hätte passieren müssen. Spätestens bei einem Codereview hätte jemand feststellen müssen, dass so etwas wie “Default-Credits” überhaupt keinen Sinn ergeben. Der Bug kann Stand heute (Februar 2019) übrigens weiterhin im Spotify-Webplayer besichtigt werden.