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“E-Tot”: Rezension im STANDARD

Als mein “Zanzibar” bezeichnet Josefson meinen Roman. Das verstehen sicher nur SF-Fans, daher zur Erklärung für den Rest: Gemeint ist der epische Roman “Stand on Zanzibar” von John Brunner (deutsch: “Morgenwelt”) aus den Achtzigern. Tatsächlich bin ich wie Brunner damals das Wagnis eingegangen, möglichst viele Facetten eines Themas in einem einzigen Buch unterzubringen, teils auf episodenhafte Weise – aber am Ende wird alles zusammengeführt und mündet in einem unheilbar optimistischen Blick nach vorn. Den wir glaube ich alle gut gebrauchen können.
Link zur Rezension: https://www.derstandard.at/story/2000122371702/uwe-post-e-tot

Neu: Meine Neunte

Jetzt überall erhältlich ist die 9. Auflage meines Android-Entwickler-Einführungs-Handbuchs für Anfänger. Wie immer hat der Rheinwerk-Verlag großartige Arbeit abgeliefert, das Buch ist sehr schön geworden.

Neu in der 9. Auflage sind Kapitel über MotionLayout, ViewBinding und ein paar andere coole Features.

Weitere Infos zum Buch gibt es hier. Es ist wie immer überall zu haben, wo es Bücher gibt, auch digital.

Haben Sie auch Hacker in die Teeküche eingeladen?

Wichtige Mitteilung! Bitte auf keinen Fall kritische Sicherheitslücken in Exchange-Servern löschen!

Sonst hab ich nix mehr, über das ich mich lustig machen kann.

Liebe Admins. Corona hin oder her: Kritische Sicherheitslücken, für die seit Februar Patches bereitstehen, und die einem Angreifer ermöglichen, Ihr System zu übernehmen, also quasi eine Einladung in die Teeküche Ihrer Firma – wo Sie sicher auch diverse Rechner ohne Passwortschutz herumstehen haben, nicht wahr? So sieht’s aus. Kommt, liebe Hacker, wir haben nix zu verbergen, wir brauchen unsere Daten nicht, verschlüsselt sie ruhig, unsere Vorstände zahlen auch gerne das Lösegeld, das ist immer noch billiger als Leute einzustellen, die sich ordentlich um die IT-Sicherheit kümmern.

Ach, und übrigens soll es auch Mail-Systeme geben, die ganz grundsätzlich weniger anfällig sind als jene von Microsoft. Und nix kosten. Open Source nennt man das, klingelt’s?

Weitere Infos beim BSI

IT-Expertennetzwerk Wetter (Ruhr)

Falls jemand fragt: Ja, ich bin Mit-Gründer des lokalen Netzwerks für IT-Experten in Wetter (Ruhr). Derzeit existiert es in Form einer Gruppe bei Xing. Sinn ist der Austausch unter lokalen IT-Experten zu beliebigen Themen, sei es Mitarbeitersuche, Know-How-Transfer oder Händeschütteln (letzteres erst wieder nach Corona). Wer Interesse hat, IT-Experte ist und entweder in Wetter wohnt oder arbeitet, kann sich gerne melden.

My Data!

Hilfe, ich will meine Daten zurück!

Ein poppiger Hilferuf, passenderweise mit elektronischer Stimme. Wozu noch Menschen singen lassen und dann mit autotune manipulieren, das Wort hat espeak! Der Song zur andauernden Datenschutzkatastrophe, mit freundlicher und sehr elektronischer Unterstützung durch den hochgeschätzen und geheimnisvollen Kollegen 1010000.

Railroad Manager 4 erschienen

Die neue Version des maßgeblich von mir entwickelten Android-Eisenbau-Strategie-Spiels RAILROAD MANAGER erfüllt mehrere Wünsche von Nutzen. Und ein paar von mir.


So kann man jetzt seinen eigenen Eisenbahnkonzern gründen, sprich: Einen Namen und ein Logo auswählen, unter dem Bestenlisten-Einträge erscheinen (wenn man den Haken setzt). Wir haben uns jetzt komplett von den Google-Bestenlisten verabschiedet, weil diese ein Opt-in erfordern und haufenweise verdächtig hohe Scores enthielten. Außerdem hat sich einiges am Balancing des Spiels geändert, so dass Highscores ohnehin nicht mehr vergleichbar waren.

Wichtigste Neuerung sind die Industrien, die jetzt neben Städten oder anderswo auf Karten existieren können. Dies erfordert händisches Ändern der Kartendaten, daher ist es zunächst bei 5 der meistgespielten Karten geschehen. Industrien abseits von Städten können mit den neuen Güterbahnhöfen angebunden werden. Die können außerdem als Rangierbahnhöfe oder Güter-Umschlagplätze dienen, was besonders effiziente Strategien ermöglicht. Da die neuen Industrien teils umso lukrativer sind, je schwieriger sie anzubinden sind, ergeben sich neue mögliche Strategien.

Ebenfalls überarbeitet wurde die Grafik. Weiterhin ist es nicht das Ziel unseres Spiels, grafisch mit Transport Fever zu konkurrieren. Dafür verbraucht unser Spiel auch sehr wenig Batterieladung. Es ist optimiert für Tablets und kostenlos und kein Fullprice-Spiel für PCs.

Dann wollen wir mal sehen, wie gut die Version ankommt!

Alternative App-Bezahlmethoden werden endgültig verboten

Ja, Tante Google, kann ja schonmal vorkommen, dass man sich verschreibt, ist ja auch nicht schlimm, denn wir wissen, ja, dass ihr eigentlich schreiben wolltet: Bezahlung von unserem System vorbei wird komplett verboten, um UNSERE EINNAHMEN ZU SCHÜTZEN.

Im Klartext: Google will immer schon die 30% Gebühr einstreichen, denn wo kämen wir denn hin, wenn es da irgendeine Form von Konkurrenz gäbe, dann würde Google schließlich noch pleite gehen, und das wollen wir doch alle nicht, gell?

Für Android-Entwickler, die noch alternative Payments über Links auf Webshops o.ä. verwenden, heißt das: Bis 30.9.21 gibt es eine “extended grace period”, danach werden eure Apps aus dem Play Store geschmissen, wenn ihr die alternative Bezahlmethode bzw. Verlinkung darauf nicht rausnehmt. Unklar ist noch, ob auch schlichte Links auf die Homepage etwa eines Spiels verboten sind (wo dann wiederum ein Webshop aufgerufen werden kann). Ab dem 1.1.2021 müssen neue Apps der neuen Regelung genügen.

Nachhaltige Software

Neulich traten die hiesigen Bürgermeisterkandidaten zu einer Podiumsdiskussion an. Motto: Nachhaltigkeit.

Es ging um Mobilität, Wohnen, Teilhabe. Gut und schön, aber es gibt Aspekte, auf die Bürgermeister wenig Einfluss haben.

Zwei Beispiele:

Mein Acer-Laptop ist ein paar Jahre alt und war nicht ganz billig, er enthält zwei Grafikchips, einer spart Strom, einer zum Spielen. Leider unterstützt Windows 10 den besseren Chip nicht, der Hersteller hat natürlich auch null Motivation, einen neuen Treiber zu schreiben. Die Kiste ist also zum Spielen nicht mehr zu gebrauchen. Wer da die Abwärtskompatibilität abgesägt hat, kriegt von mir die verschimmelte Himbeere der Nichtnachhaltigkeit.

An meinem Arbeits-PC hängt ein ziemlich cooler (da ständig blau blinkender) WLAN-Stick von Asus mit toller Reichweite. Leider wird der enthaltene Chip von Linux-Kerneln ab 5.4 nicht mehr unterstützt. Würde ich also das (natürlich aus Sicherheitsgründen empfohlene) Update durchführen, müsste ich entweder Stunden in diffiziles Herumgefummel an komplizierten Treiber-Quellcodes investieren oder den alten WLAN-Stick wegschmeißen und einen neuen kaufen. Gerade Linux als Open Source-Betriebssystem sollte sich meiner Ansicht nach solche Fehler nicht erlauben. Die nächste verschimmelte Himbeere.

Verbunden sei dies mit dem Aufruf, nur dann auf Abwärtskompatibilität zu verzichten, wenn dadurch keine Hardware obsolet wird.

Nachhaltige Software ist möglich!