Freitag, 13. November 2009. Mein letztes Technikmeeting, also um 9 in der Firma sein. Zehn nach 7 aufgestanden, geduscht, müde zum Bahnhof im Nieselregen und einfarbigem Himmelsgrau. Soweit, so November.
8:08 Uhr – Es kommt die Durchsage, dass meine S-Bahn ausfällt. „Scheiß Bahn“, flucht ein Wartender. Nein, nicht ich.
8:18 Uhr – Die nächste S-Bahn kommt nicht, auch keine Durchsage. Der Bahnsteig ist schwarz vor Menschen, zwei Schritt weiter raucht eine Schnapsnase Kette.
8:27 Uhr – Endlich die S-Bahn, 9 Minuten zu spät. Alles quetscht hinein, an den Folgebahnhöfen wird die Bahn noch voller – immerhin transportiert sie gerade den Inhalt, der sonst in drei Bahnen steckt.
8:40 Uhr – Kurz vorm Düsseldorfer Hauptbahnhof die Durchsage: „Diese Bahn endet wegen eines Fahrzeugschadens in Düsseldorf Haupfbahnhof. Bitte nehmen Sie die nächste Bahn. Wir bitten um Verständnis. Danke.“ Zwischen „Verständnis“ und „Danke“ lässt der Fahrer keinen Raum für „Nein!“. Böse Absicht?
8:43 Uhr – Ich erwäge, mit dem Rad zum Medienhafen zu fahren, weil die nächste Bahn natürlich eine S28 ist, in die weder mein Fahrrad noch ich noch die Hundertschaften auf dem Bahnsteig passen. Letztere versuchen es trotzdem, was die Abfahrt des Zuges weiter verzögert.
8:55 Uhr – Endlich eine S11 (natürlich mit Verspätung), die mich zum Zielort bringt.
Gesamtweg von Tür zu Tür: 70 Minuten. Doppelt soviel wie sonst. Zeit genug, mir eine kurze Ansprache für meinen letzten Auftritt im Freitagsmeeting zurecht zu legen.
Heute ist Freitag, der 13. November.
Ich bin nicht abergläubisch.