Bunte Balken wachsen in die Höhe (na ja, schwarz ist genaugenommen nicht bunt), nur einer nicht: Die Nichtwähler bleiben bei den meisten Prognosen unerwähnt. Dabei werden sie immer mehr: 18% 1998, 21% 2002, 22% 2005. Und dieses Jahr?
Gerade angesichts der relativ hohen Wahrscheinlichkeit, dass die Große Koalition ohnehin fortgesetzt wird, ist es leicht, zu prognostizieren, dass die Wahlbeteiligung weiter sinken wird.
Schaut man z.B. bei der Forschungsgruppe Wahlen nach, findet man sogar eine konkrete Zahl: „insgesamt 26 Prozent (2005: 21 Prozent) geben an, dass sie gar nicht zur Wahl gehen werden oder noch nicht wissen ob, und wen sie wählen wollen“.
Rechnet man die Nichtwähler aus den „richtigen“ Parteianteilen heraus, ergibt sich ein interessantes Bild:

Damit wäre die „Nichtwähler-Partei“ gleichauf mit der Union, ein Viertel der Stühle blieben leer.
Unter dem Strich würde man so eine Menge Geld sparen: Diäten, Aufwandsentschädigungen, Betriebskosten.
Schade, dass unsere Demokratie so langweilig geworden ist.




